Donnerstag, 23. Februar 2012

Geheimnisvoll betonen Perlen die Weiblichkeit ihrer Trägerin

Wenn es einen Schmuck bzw. eine Art des Schmucks gibt, den man eindeutig der weiblichen Ästhetik zurechnen kann, dann ist es Perlenschmuck. Perlen (www.perlenforum.de) werden nahezu ausschließlich von Frauen getragen. Es scheint also eine klare Verbindung zwischen weiblichen Attributen, weiblicher Ästhetik und der Perle zu geben. Doch wo kommt das eigentlich her?

Es lässt sich nicht von der Hand weisen, dass schon rein assoziativ die Perle gedanklich mit der Frau verbunden wird. So wird die umgangssprachliche Bezeichnung als “Perle“ für Frauen verwendet, die man für ihre Schönheit bewundert. Ob derlei gewählte Bekundungen der Anerkennung jedoch von Erfolg gekrönt sind, sei einmal dahingestellt. Fakt bleibt jedoch, dass das Wort “Perle“ synonym für attraktive Frauen gebraucht wird. Doch was macht die Perle so weiblich?

Für die Menschen in historischer Vorzeit war die Entstehung einer Perle ein großes Mysterium. Wie kleine Schätze des Meeres lagen diese Perlen bisweilen im Schoß von Muscheln. Ein mysteriöses und seltenes Gut, nachdem man gezielt suchte, ehe man sich die genaue Kenntnis über Entstehung und Zuchtmöglichkeiten von Perlen aneignen konnte. Schon damals wurden Perlen in verschiedenen Kulturkreisen mit weiblichen Gedankenbildern und Mythen in Verbindung gebracht. So wurden Perlen in vielen Kulturen mit eher weiblichen Attributen wie Reinheit etc. in Verbindung gebracht. Des Weiteren wurden sie bisweilen gar als Tränen der Götter bezeichnet, da ihre Form dies suggerierte und man sich ihre Entstehung nicht erklären konnte. Dieser Mythos und der Aufwand ihrer Beschaffung führte auch zu ihrem exorbitanten Wert. Dadurch trugen früher durchaus auch Männer Perlenschmuck – als Demonstration von Reichtum und Macht.

Heute ist das Mysterium um die Entstehung der Perle längst gelöst und Zuchtperlen decken den Großteil des industriellen Bedarfs. Dadurch mögen Perlen keinen so immensen Wert mehr haben wie einst. Doch der symbolische und tendenziell weibliche Mythos der Perle bleibt ungebrochen.